Beschreibung
Brotteig muss meist zweimal gehen, zuerst nach dem Kneten, dann nochmals nach dem Formen. Für diese zweite „Gare“ – die „Stückgare“ – verwenden Bäcker auch heute noch am liebsten eine längere Bahn Leinen. Dieses auch Bäckerleinen genannte Tuch dient zum einen als Abdeckung (etwa als Schutz gegen Zugluft) und Unterlage, an der der Teig nicht festklebt. Dabei wird der Teigling auf die eine Hälfte des (leicht bemehlten) Tuchs legen und mit der anderen Hälfte abgedeckt.Zum anderen kann das Leinentuch als eine Art Form verwendet werden – für das „Einziehen der Teiglinge“, wie es im Fachjargon heißt. Dazu werden die Teiglinge eng nebeneinander auf das Bäckerleinen gelegt und das Tuch dazwischen in Falten geschlagen, sodass es die Teiglinge über die gesamte Seite stützt und diese nicht aneinanderkleben. Das ist besonders praktisch, wenn Baguettes oder Brötchen zur Gare gelegt werden. Um das Bäckerleinen vom Teig zu lösen, heben Sie das Tuch am besten vorsichtig schräg an und nehmen es langsam ab, damit die empfindliche dünne Teighaut unverletzt bleibt.
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